header-anwaelte-und-notare-03.jpg

Der Einfluss des Güterrechts auf das Erbrecht

Mit der Heirat stehen die Ehegatten automatisch unter dem Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung; man nennt diesen Güterstand deshalb auch den ordentlichen oder gesetzlichen Güterstand. Die Errungenschaftsbeteiligung besteht – vereinfacht – aus zwei Vermögensblöcken: dem Eigengut und der Errungenschaft.

Was versteht man unter dem Begriff "Eigengut"?
Das sind Verrmögenswerte bei Abschluss der Ehe sowie Erbschaften während der Ehe.

Was versteht man unter dem Begriff "Errungenschaft"?
Das sind Vermögensverwerte durch Erwerb während der Ehe (Verdienst) sowie Zinsen auf Eigengut.

Sowohl bei Scheidung wie beim Tod erfolgt die güterrechtliche Auseinandersetzung nach den gleichen Regeln: Jeder Ehegatte nimmt sein Eigengut zurück (rsp. fällt im Todesfall in die Erbmasse), während die Errungenschaft beider Ehegatten geteilt wird, (d.h. im Todesfalle fällt die Hälfte in die Erbmasse.)

Wie kann eine Begünstigungsmöglichkeit aussehen?
Gegenüber gemeinsamen Nachkommen kann durch Ehevertrag die ganze Errungenschaft dem überlebenden Ehegatten zugewendet werden.

Im Beitrag des Magazins "Dorf Aktuell" findet sich auch ein Beispiel, welches dieses Prinzip erklärt: Beitrag Dorf Aktuell herunterladen.

Zurück